Donnerstag, 3. Dezember 2015

Räuchern in der kalten Jahreszeit

habt ihr schon mal geräuchert?  Nein ich meine keine Forelle, sondern mit Kräutern.
Das haben unsere Vorfahren schon vor Jahrhunderten getan, mit Kräutern die im Sommer gesammelt und getrocknet wurden. 
Vor langer, langer Zeit fing das Jahr der Kelten und Germanen am 1. November an,  für uns das Fest:  Allerheiligen. Damals wurde noch Samhain gefeiert. Die Bedeutung des gälischen Wortes lässt sich mit „Ende der Sommerzeit“ übersetzen. Man glaubte, Lug der Lichtgott wird nun vom Todesgott Saman abgelöst. Saman war der Herrscher des Winters. 
Man glaubte weiterhin, dass der Schleier zwischen den Welten nun sehr dünn ist.
Die Ahnen und Verstorbenen wurden eingeladen mit zu feiern, um das neue Jahr zu begrüßen.
Zu solchen Anlässen wurde in der Stube und auch im Stall geräuchert, ebenso zu  anderen  Festen und auch in den Rauhnächten. 
Rauhnächte werden die Tagen "zwischen den Tagen", also von Weihnachten bis zum 
drei Königs Tag, bezeichnet. Auch in dieser Zeit ist der Schleier zwischen den Welten dünner und es herrscht eine ganz besondere Zeitqualität, die man sich zu Nutze machen sollte und sie genießen sollte. 
Was es mit den Rauhnächten auf sich hat und wie die zu Stande gekommen sind, das werde ich Euch in den nächsten Tagen näher erzählen….

Das verräuchern von Kräutern hat übrigens nichts mit Hokus-Pokus oder Aberglauben zu tun, die Kräuter setzen auch durch das verräuchern ihre Wirkstoffe frei.
Der Wachholder beispielsweise ist eines der ältesten Räucherkräuter. Der Name leitet sich von wechalter - ab was so viel bedeutet wie wach und frisch, beim Räuchern stärkt und erfrischt er tatsächlich. Die Beeren brauchen übrigens 3 Jahre zum Reifen, so dass an einem Wachholderbusch Beeren in verschiedenen Reifestadien hängen.
Zu Pestzeiten wurden große Wachholderfeuer entfacht, um ganze Städte auszuräuchern. 

Wachholder vernichtet übrigens Viren und Bakterien, also reinigt, stärkt, schafft Abgrenzung und Konzentration, man kann seine eigene Berufung erkennen und verwurzelt uns fest mit Mutter Erde, schafft aber auch Ahnenkontakt, wenn man es zulässt. 

So könnte ich weitermachen und euch Kraut für Kraut beschreiben, aber das würde den Rahmen sprengen!

Nur eins noch, mit dem Salbei zum Räuchern kann man am Anfang nichts verkehrt machen, ihn gibt als auch als sogenannte Räucherzigarren, das sind zu einer Zigarre gebundene Kräuter. Die werde angezündet und sofort wieder gelöscht, so das es nur raucht. Natürlich muss man eine Schale unterhalten,  falls etwas Glut abfällt wir wollen 
ja keinen Brand verursachen.  
Salvare (für Salbei) bedeutet retten, heilen oder erlösen, aber auch gesund machen.  
Das kann dieses Kraut wirklich.  
Bei Halsschmerzen, als Tee oder zum gurgeln, sehr zu empfehlen.  
Den Duft soll es übrigens von der Göttin Aphrodite als Dank erhalten haben. 
Die versteckte sich vor Zeus unter einem Salbei. Als dieser davon erfuhr, liess er die Sonne  herunterbrennen und Aphrodite wurde vom Salbei, mit seinen samtig dicken Blättern davor beschützt zu verbrennen
Den Römern war der Salbei so heilig, wie den Druiden die Mistel ! 
Beim Räuchern es reinigt er Räume und Aura, schützt vor negativen Einflüssen, klärt die Atmosphäre und  stärkt die Abwehrkräfte. 
Man verräuchert Salbei auch bei Meditationen.

Versucht es doch mal..





  Liebe Grüsse 
    ❀      Anja






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