Mittwoch, 26. März 2014

Nun mal ein Post in eigener Sache.
In diesem Jahr werde ich ich mich zur dipl. Kräuterfachfrau weiterbilden. 
Das ist total spannend und erfordert im Vorfeld einiges an Überlegungen, da
wir am Ende eine Jahresarbeit vorstellen werden. 
Das Thema war schnell gefunden, nur sollten wir uns ein Ziel setzen, das wir bis zum November verfolgen und umsetzen sollten. Das war schon schwieriger, genau zu formulieren, was will ich eigentlich, wie will ich es präsentieren, was genau muss ich dafür tuen, wie viel Zeit habe ich dafür und ist das auch alles machbar? Ich kam ganz schön ins wanken - habe ich mir hier mit meinem blog ein zu großes  Ziel gesteckt? 

Ich bin dann doch wieder zum Ursprung meiner Idee zurückgekehrt, habe mein Ziel genau
festgelegt und werde es mit Spaß und Freude an den Heilkräutern, die in meinem Garten wachsen auch so weiter verfolgen.  

Ihr werdet also hier im blog das ganze Jahr über meine Arbeit mit den  Wildkräutern in meinem Garten verfolgen können und ich werde dabei hoffentlich erkennen für wen aus meiner Familie dieses oder jenes Kräutlein den Weg zu uns in den Garten gefunden hat. 


Nun noch ein Wort an die lieben Krautfrauen mit denen ich gemeinsam eine schöne Zeit bei PhytAro erleben werde.   Ich bin total begeistert, wie vielfältig  die Ziele zur Jahresarbeit sind. Ich wünsche Euch allen viel Spaß und Freude an dem jeweiligen Projekt, was ihr euch vorgenommen habt und das ihr alle das ohne Stress so richtig genießen könnt.





  Liebe Grüsse 
          Anja



Freitag, 21. März 2014

Pflanzenzeichen


Ab heute  sind wir im Sternzeichen des Widder.

Er ist der dritte im Jahresverlauf.

Bei den Kräutern ist es der Löwenzahn.  Die Pusteblume kennt schon jedes Kind und im Frühjahr, wenn alle Wiesen gelb leuchten, weiß jeder es ist der Löwenzahn.
Aber es ist auch eine Heilpflanze, was vielen nicht bewusst ist.  (dazu später mehr)




21.03.-20.04     Der  Löwenzahn

Löwenzahnmenschen besitzen Dynamik und Tatkraft, leisten Pionierarbeit, planen und organisieren. Man nennt diese Menschen Stehaufmännchen, welche auch nach schweren Schicksalsschlägen wieder einen neuen Anfang finden. So wie ein Löwenzahn es vermag den Asphalt zu sprengen, so strotzen diese Menschen vor Energie. Die leuchtend gelbe Blüte steht für ihre Lebens- und Willenskraft, den Mut und ihre Warmherzigkeit.

Diese Menschen sollten darauf achten ihre Energie gezielt einzusetzen.





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Donnerstag, 13. März 2014

Huflattich



Huflattich /Tussilago farfara

FAMILIE

Korbblütler  /   Asteraceae

VOLKSTÜMLICHE NAMEN
Hustenkraut, Bachblümlein, Brustlattich, Fohlenfuß, Hufblatt, Lehmblümel, Sandblümel , Märzblume und viele mehr 


Blütezeit und Sammelzeit
Blüten : März 
Blätter: ab Mai

Beschreibung
Im zeitigen Frühjahr steckt der mehrjährige Huflattich seinen geschuppten, rötlich-weisslichen Stiel mit den gelben Blütenköpfe aus der nackten Erde, noch bevor er Blätter ausbildet. Die Blüten stehen gerne in Gruppen zusammen.  
Danach erscheinen die eckig-herzförmigen, handtellergroßen Blätter, sie sehen aus wie Pferdehufe. Auf der Oberseite sind die Blätter hellgrün, auf  der Unterseite sind sie grauweiß und filzig behaart.Die krautige Pflanze wird bis zu 30 cm hoch und bevorzugt warme Standorte und trockene Böden. Man findet ihn bis zu einer Höhe von 2300m und sogar auf Braunkohle gedeiht er. Bei Staunässe geht er allerdings recht schnell ein.

Wissenswertes
Der Huflattich wirkt antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend, schleimlösend, auswurffördernd, schweißtreibend, stoffwechselanregend,  beruhigend auf das Nervensystem und tonisierend.
Niemals länger als 4-6 Wochen am Stück anwenden, da die Pyrrolizidinalkaloide in Verdacht stehen Krebserregend zu sein.

Heilwirkungen
Atemwegs-Erkrankungen: Asthma, Husten, Bronchitis   
Heiserkeit und Kehlkopfentzündungen
Appetitlosigkeit, Frühjahrsmüdigkeit, 
Durchfall, Entzündungen des Verdauungstrakts, 
Venenentzündungen und entzündlichen Problemen der Haut, infizierte Wunden, Geschwüren, Pickeln, Furunkeln, Gesichtsrose 
Brandwunden
fiebersenkend.

Anwendung
Tinkturen, Tees, Salben, Umschläge, Saft und sogar Tabak (die Inhalation erleichtert die Atmung bei Atemwegserkrankungen.)
Ein Fußbad heilt nach einem langen Tag müde und geschwollene Füße.

Rezepte 
Tee
Eine Mischung aus Huflattich, Königkerze und Süßholz und Honig, als Tee in kleinen Schlücken möglichst heiß getrunken, wirkt gegen trockenen Reizhusten. 
Ein Tee aus Huflattichblättern hilft bei Durchfällen.
Umschlag
Ein Umschlag aus dem Sud seiner Blüten  um Hautkrankheiten  zu lindern. 
Sirup
Eine handvoll Blüten in einen Liter Wasser ein wenig köcheln lassen, bis sich die Menge um die Hälfte reduziert hat. 
Dann abseihen nun 1 kg Zucker hinzugeben und unter ständigem rühren kochen bis der Zucker aufgelöst ist, noch heiß in Flaschen abfüllen.
Bei Husten, Heiserkeit oder Halskathaar mehrmals täglich eine Teelöffel einnehmen.

Hustenbonbon
Den Sirup so lange kochen, bis ein Tropfen der Flüssigkeit erhärtet, wenn in kaltes Wasser getröpfelt. Die Masse nun auf ein gefettetes Backpapier gießen und in Würfel schneiden noch bevor es ganz aushärtet.  

Viola odorata



Veilchen /Viola odorata

FAMILIE
Veilchengewächse  /   Violaceae

VOLKSTÜMLICHE NAMEN
Märzveilchen
Duftveilchen                                                 



Blütezeit und Sammelzeit
Blüten und Kraut: März - April

Beschreibung
Das wohlriechende März-Veilchen ist eine ausdauernde, krautige Rosettenpflanze. Die Blätter sind wurzelständig, aber auch langgestielt, rundlich bis eiförmig, am Rand gekerbt und fast glatt. Im Anfangsstadium sind die Blätter des Veilchens tütenförmig eingerollt. 
Die dunkelviolett farbenen Blüten, mit ihren 5 ungleichen Kronblätter stehen einzeln in den Blattachsen, auf Blütenstielen, welche ungefähr 2 cm hoch werden, dabei duften sie sehr stark. Sie kann oberirdische Ausläufer bilden. Sie wachsen  gerne auf schattigen Wiesen und Waldrändern. 

Heilwirkungen
Husten, Kopfschmerzen,  zum Narben entstören,

Anwendung
Als Tee, zu Veilchenwasser destillieren,  Bonbon, Sirup, Essig, Honig, Öl-Mazerat, Salbe, 

Rezepte 

Kandierte Veilchen 
Ein Eiweiß  etwas aufschlagen
Das Veilchen mit einem feinen Malpinsel vorsichtig mit Eischnee betupfen. Mit Puderzucker bestreuen, vorsichtig zum trocknen auf ein  Backpapier legen.

Veilchenhonig
Für einen Veilchenhonig nimmt man ein Teil Veilchenblüten ohne Kelch und evtl. in einem Mörser zerstoßen. Anschliessend werden die Veilchen mit 3 Teilen flüssigem Honig übergossen.  Alles 2 Wochen in der prallen Sonne stehen lassen, bevor man ihn verwendet.    Er wird als gutes Mittel zur Linderung von trockenem Husten empfohlen

Montag, 3. März 2014

Brennnessel essen?


Nun, ihr habt sicher auch die Brennnesseln schon gefunden und weil die so schön gesund sind möchte ich Euch ein Rezept vorstellen, welches wir bei PhytAro im letzten Jahr gekocht haben, unter der Anleitung von Claudia, die uns beim Kochen immer mit Rat und Tat zur Seite stand.

Brennnesseln in Bierteig ausgebacken, das ist doch mal was ganz anderes.  
Es müssen aber nicht nur Brennnesseln sein, auch Giersch ( der Feind jeden Gärtners!), Löwenzahn, ( auch dieser ist vom Gärtner nicht gerne gesehen! ), Gundermann, Sauerampfer oder Bärlauch sind denkbar. Später im Jahr auch Holunderblüten, Wiesenbärenklau oder Beinwellblätter.....

Wildkräuter im Bierteig            

Zutaten
1 Ei, trennen
125 g Mehl
1/4 Flasche helles Bier 
Salz, Muskat
1 TL Pflanzenöl

Öl zum ausbacken, z. B. In einer Pfanne

So gelingt es
Das Ei trennen und mit Mehl, Bier und Gewürzen zu einem dickflüssigen Teig rühren.
Das geschlagene Eiweiss und den TL Öl unterheben. 
Die gewaschenen und getrockneten Blätter einzeln durch den Teig ziehen und goldgelb in  ca 180 ˚ heißem Öl ausbacken. 
Warm, mit Kräuterquark servieren.

Wir versuchen dieses Jahr mal dieses Motto:

 „Nicht über das "Unkraut" ärgern, sondern essen!“



  Liebe Grüsse 
          Anja






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