Sonntag, 8. Januar 2017

2017

Hallo Ihr Lieben,

ich wünsche Euch ein tolles  Jahr 2017  !


Das Jahr ist noch frisch, bei uns Kräuterfrauen fängt es ja oft erst am 6.1. an,
nach alter Tradition nach den Rauhnächten, die am 5. 1. enden.

Wie ihr wisst bin dich die Sauerländer Kräuterfrau und als diese bin ich zu finden unter folgender Adresse:  

http://sauerlaenderkraeuterfrau.blogspot.de


Dort habe ich für Euch meine Termin  für 2017 eingestellt.
Zu finden sind diese auf der Seite Termine 

Falls ihr Fragen oder Anregungen habt meldet Euch bei mir, unter folgender Mail Adresse 

herdundwiese@gmail.com


Auf Anfrage biete ich auch extra Termine an.


Es grüßt Euch 

die 
  Sauerländer Kräuterfrau 

Montag, 14. Dezember 2015

habt auch Ihr Rituale in der Weihnachtszeit?

ich hoffe ihr lasst euch nicht von der allgemeinen Hektik und dem Vor Weihnachtsstress anstecken.  Ich handhabe das schon seit Jahren so, dass ich gut plane und vorbereite, damit mich die Welle der hektischen Menschen nicht erwischt. 
Meine Hausärztin nimmt sich jedes Jahr die erste Dezember Woche frei zum Plätzchen backen und um das Weichnachtsessen zu kochen und dann tief zu gefrieren, danach arbeitet sie bis zum heiligen Abend und hat trotzdem kein Stress. 


Nun habe ich mal eine Frage an Euch alle.

Wie schaut es aus, habt auch ihr Rituale für die Advents oder Weihnachtszeit?

Manches übernimmt man doch aus der eigenen Kindheit oder aus der des Partners. 
Andere Rituale schafft man sich als neue Familie selbst. 
Kinder lieben Rituale, sie freuen sich und fiebern darauf hin. 
Alles muss jedes Jahr gleich ablaufen. Angefangen beim Zeitpunkt an dem die Weihnachtdeko aufgestellt wird,  über das Plätzchen Backen, bis hin zum Weihnachtsmenü. 
Dazwischen liegen noch die Weihnachtsmarkt Besuche, die unbedingt immer wieder statt finden müssen, oder das Glühwein trinken an einem bestimmten Tag, natürlich der Nikolaustag mit seinen kleinen Überraschungen, genau wie der Adventskalender. 
Sicher fällt euch auch einiges dazu ein, dann schreibt es doch unter diesen Post, ich würde mich freuen. Außerdem würde es diesen blog doch endlich mal ein wenig lebendiger machen.

Gibt es das restliche Jahr auch Rituale, die ihr einhaltet? 
Oder nur die zur Weihnachtszeit?
Vielleicht immer die selbe Geburtstagstorte, wie bei mir, seit ich weiß nicht wie vielen Jahren.  
Oder das Osterfeuer was angezündet wird. 
Die Kräuterbuschen die jedes Jahr zur selben Zeit gesucht und gebunden werden. 

Ist es nicht herrlich, man kann sich jedes Jahr wieder auf solche Tage und Ereignisse freuen. Geht es Euch auch so?

ich bin gespannt, wer sich traut auch mir mal was zu schreiben…..



  Liebe Grüsse 

    ❀      Anja





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Donnerstag, 3. Dezember 2015

Räuchern in der kalten Jahreszeit

habt ihr schon mal geräuchert?  Nein ich meine keine Forelle, sondern mit Kräutern.
Das haben unsere Vorfahren schon vor Jahrhunderten getan, mit Kräutern die im Sommer gesammelt und getrocknet wurden. 
Vor langer, langer Zeit fing das Jahr der Kelten und Germanen am 1. November an,  für uns das Fest:  Allerheiligen. Damals wurde noch Samhain gefeiert. Die Bedeutung des gälischen Wortes lässt sich mit „Ende der Sommerzeit“ übersetzen. Man glaubte, Lug der Lichtgott wird nun vom Todesgott Saman abgelöst. Saman war der Herrscher des Winters. 
Man glaubte weiterhin, dass der Schleier zwischen den Welten nun sehr dünn ist.
Die Ahnen und Verstorbenen wurden eingeladen mit zu feiern, um das neue Jahr zu begrüßen.
Zu solchen Anlässen wurde in der Stube und auch im Stall geräuchert, ebenso zu  anderen  Festen und auch in den Rauhnächten. 
Rauhnächte werden die Tagen "zwischen den Tagen", also von Weihnachten bis zum 
drei Königs Tag, bezeichnet. Auch in dieser Zeit ist der Schleier zwischen den Welten dünner und es herrscht eine ganz besondere Zeitqualität, die man sich zu Nutze machen sollte und sie genießen sollte. 
Was es mit den Rauhnächten auf sich hat und wie die zu Stande gekommen sind, das werde ich Euch in den nächsten Tagen näher erzählen….

Das verräuchern von Kräutern hat übrigens nichts mit Hokus-Pokus oder Aberglauben zu tun, die Kräuter setzen auch durch das verräuchern ihre Wirkstoffe frei.
Der Wachholder beispielsweise ist eines der ältesten Räucherkräuter. Der Name leitet sich von wechalter - ab was so viel bedeutet wie wach und frisch, beim Räuchern stärkt und erfrischt er tatsächlich. Die Beeren brauchen übrigens 3 Jahre zum Reifen, so dass an einem Wachholderbusch Beeren in verschiedenen Reifestadien hängen.
Zu Pestzeiten wurden große Wachholderfeuer entfacht, um ganze Städte auszuräuchern. 

Wachholder vernichtet übrigens Viren und Bakterien, also reinigt, stärkt, schafft Abgrenzung und Konzentration, man kann seine eigene Berufung erkennen und verwurzelt uns fest mit Mutter Erde, schafft aber auch Ahnenkontakt, wenn man es zulässt. 

So könnte ich weitermachen und euch Kraut für Kraut beschreiben, aber das würde den Rahmen sprengen!

Nur eins noch, mit dem Salbei zum Räuchern kann man am Anfang nichts verkehrt machen, ihn gibt als auch als sogenannte Räucherzigarren, das sind zu einer Zigarre gebundene Kräuter. Die werde angezündet und sofort wieder gelöscht, so das es nur raucht. Natürlich muss man eine Schale unterhalten,  falls etwas Glut abfällt wir wollen 
ja keinen Brand verursachen.  
Salvare (für Salbei) bedeutet retten, heilen oder erlösen, aber auch gesund machen.  
Das kann dieses Kraut wirklich.  
Bei Halsschmerzen, als Tee oder zum gurgeln, sehr zu empfehlen.  
Den Duft soll es übrigens von der Göttin Aphrodite als Dank erhalten haben. 
Die versteckte sich vor Zeus unter einem Salbei. Als dieser davon erfuhr, liess er die Sonne  herunterbrennen und Aphrodite wurde vom Salbei, mit seinen samtig dicken Blättern davor beschützt zu verbrennen
Den Römern war der Salbei so heilig, wie den Druiden die Mistel ! 
Beim Räuchern es reinigt er Räume und Aura, schützt vor negativen Einflüssen, klärt die Atmosphäre und  stärkt die Abwehrkräfte. 
Man verräuchert Salbei auch bei Meditationen.

Versucht es doch mal..





  Liebe Grüsse 
    ❀      Anja






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Donnerstag, 26. November 2015

Weihnachtsduft

Was haltet ihr von Duft Potpourris?  
Ich persönlich mag künstliche Zusammenstellungen überhaupt nicht, da ich auf künstliche Düfte leicht allergisch reagiere. Also muss was natürliches her, das kann man ganz leicht selber machen. 

In eine Schüssel gebe ich verschiedene Gewürze, jeweils  1-2 Esslöffel.
Größere Stücke stoße ich mit einem Mörser kurz an, damit es herrlich duftet. 
Alles wird nun gut vermischt und in eine kleine Schale gefüllt. 
Ich habe solche Mischungen auch schon in kleine Stoffbeutelchen gefüllt oder  weihnachtliche Stofffiguren damit befüllt. 

Ebenso ist es möglich kleine Gewürzstäußchen  an einen  Lebkuchen oder ein Salzteigplätzchen zu binden, um diese dann in den Adventskranz oder den Weihnachtsbaum zu hängen. 
Ja, ich bin zwei Wochen zu früh, aber man muss ja planen…. ;-)

Hier mal eine Kleine Auswahl an Gewürzen die man nehmen könnte. 

Wacholder und Rosmarin  -  regen an, reinigen und ziehen die Liebe an
Piment   -   lässt das Glück in die gute Stube
Lavendel  -  beruhigt den Geist, man  behält inneres Gleichgewicht
Zimtrinde  und Ingwer  -  machen heiter, auch lustig und öffnen das Herz 
Kümmel  -   schützt uns und beruhigt die Nerven 
Muskatnuss und Gewürznelke  -   machen einen klaren Geist
Zitronenschale  -  sorgt für Leichtigkeit
Orangenschale  -  wirkt anregend
Lorbeer   -  reinigt und hält gesund

Das ist nur eine Kleine Auswahl, natürlich können Nelken, Sternanis, Fenchel, Zedernholz,  Tannen- oder Kiefernharz, Beifuß, Kamille oder auch Tonkabohne mit in die Mischung.
Je nach dem was noch im Hause ist. Auch abgelaufene Backmischungen könnte man verwenden, denn duften tun die in jedem Fall noch. 



Lasst eurer Phantasie freien Lauf und nehmt eure Nase zur Hilfe, die sagt euch schon wenn es gut duftet




  Liebe Grüsse 
    ❀      Anja




Donnerstag, 12. November 2015

Weißdorn

Wie komme ich jetzt im Herbst auf Weißdorn ?

ganz einfach ich habe vor mehreren Wochen die Weißdorn Früchte gepflückt und ein Likör angesetzt und diesen habe ich nun abgeseiht, um ihn in Flaschen weiter reifen zu lassen. 

Im Frühling blüht er herrlich, üppig in weißer Pracht. 
Zu diesem Zeitpunkt werden Blüten und Blätter geerntet und getrocknet oder als Tinktur angesetzt.
Im Herbst wenn die roten Früchte reif sind werden auch diese geerntet, um sie zu trocknen oder in der selben Tinktur vom Frühjahr nochmals auszuziehen. 
Aus den Beeren kann man auch Marmelade kochen oder ein Fruchteis daraus zubereiten und sicher auch noch andere Sachen.

Warum das Ganze?  
Weißdorn stärkt unser Herz und das sogar ohne Nebenwirkungen und wissenschaftlich nachgewiesen.
Der Weißdorn verbessert die Durchblutung und erweitert leicht die Blutgefäße, vor allem die im Herzen. 
Somit beugt man mit der Einnahme des Weißdorns Herzinfarkt und auch Angina pectoris vor. 
Ausserdem reguliert er auch den Blutdruck, das heißt hoher wird niedriger und niedriger Blutdruck wird erhöht. 

Man darf 1-3 Tassen Weißdorntee trinken 
und das jeden Tag, ohne Unterbrechung. 
Er muss einige Zeit getrunken werden, erst dann wirkt der Weißdorn richtig, allerdings darf man ihn dann auch dauerhaft trinken.  Andere Heilpflanzen darf man nur 4-6  Wochen anwenden, dann macht man eine ebenso lange Pause ehe man sie wieder einnimmt. 
Beim Weißdorn darf man auch ruhig abwechseln, mal Tee, mal Tinktur oder auch mal ein Likörchen.  Statt einer Tasse Tee darf man 1/2 Pintchen dieses Likörs trinken, da merkt man das Medizin auch schmecken kann. 

Likör setzt man wie folgt an: 1/3 Beeren des Weißdorn, 1/6 Kandiszucker und dann mit Wodka oder Korn auffüllen.  Diese Mischung dann 4-6 Wochen an einem warmen Platz ziehen lassen, ehe es abgeseiht und in Flaschen abgefüllt wird. Diese dürfen dann im kalten, dunklen Keller nachreifen. Bis zu einem halben Jahr darf mit dem ersten Schlückchen gewartet werden. 
Haltbar ist er natürlich viel länger und je länger er reift, ja runder schmeckt dieser Likör. 



  Liebe Grüsse 
    ❀      Anja

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